Wenn Sie ein Buch, eine Zeitschrift oder ein altes Dokument scannen, liegen auf einem Blatt zwei Seiten nebeneinander — eine Doppelseite. Für ein normales seitenweises PDF muss jede Doppelseite in der Mitte durchgeschnitten werden. Kein Neuabtippen, kein Hin und Her über Online-Dienste: Das Werkzeug „Buchseite aufteilen" in pdfredX schneidet die Seiten direkt im Browser, und die Datei verlässt Ihr Gerät nicht.
Schritt 01. Scan laden
Öffnen Sie pdfredX und ziehen Sie ein PDF oder Fotos der Doppelseiten in den Upload-Bereich. Mehrseitige PDFs und Bilder (JPEG, PNG, HEIC, WebP) werden akzeptiert. Jede Doppelseite erscheint in der Galerie als eigene Karte.
Die Datei wird lokal über FileReader gelesen und in Canvas gerendert — kein einziges Byte geht an einen Server. Die Geschwindigkeit hängt von Dateigröße und Gerät ab: Ein leichter Scan öffnet sofort, ein schweres PDF mit 200+ Seiten auf einem alten Smartphone dauert einige Sekunden.
Schritt 02. Schnittrichtung wählen
Klicken Sie im Hauptmenü oder in der Werkzeugleiste auf „Buchseite aufteilen" — das Panel #SS öffnet sich. Wählen Sie, wie geschnitten wird:
- Vertikal — ein Schnitt mittig von links nach rechts: linke Seite + rechte Seite. Das ist die gewöhnliche Buchdoppelseite.
- Horizontal — ein Schnitt mittig von oben nach unten: obere Hälfte + untere Hälfte. So sieht es aus, wenn das Blatt quer gescannt wurde (eine Querformat-Doppelseite auf einem Hochformat-Scanner).
Der Schnitt verläuft immer exakt durch die Mitte des Blattes. Ist der Buchrücken aus der Mitte gerutscht, richten Sie den Ausschnitt zuerst mit dem Zuschneiden-Werkzeug aus und schneiden dann.
Schritt 03. Bei horizontalem Schnitt — Drehung festlegen
Ein horizontaler Schnitt bedeutet fast immer, dass die Hälften in die richtige Ausrichtung gedreht werden müssen. Wählen Sie im Panel die Richtung: ↻ +90° oder ↺ −90°. Die App dreht beide Hälften über die Funktion rotCanvas() (dieselbe Dreh-Engine wie im Zuschneiden-Editor). Ein vertikaler Schnitt braucht keine Drehung — die Hälften stehen bereits richtig.
Schritt 04. Anwenden und speichern
Klicken Sie auf „Anwenden". Während der Verarbeitung erscheint ein violettes Fortschritts-Overlay (#OV): Die App durchläuft alle Doppelseiten in einem Durchgang und ersetzt jede Seite durch zwei neue. Ein Buch aus 50 Blättern wird zu 100 Einzelseiten, die Reihenfolge bleibt erhalten.
Das Ergebnis ist sofort in der Galerie sichtbar. Klicken Sie auf „PDF erstellen" — alle Seiten werden per jsPDF zu einer Datei zusammengefügt und direkt aus dem Browser heruntergeladen. Kostenlos, ohne Registrierung, ohne Warten auf eine Server-Warteschlange.
So funktioniert es unter der Haube
Im Kern steht die Canvas-2D-API-Methode drawImage(img, sx, sy, sw, sh, dx, dy, dw, dh). Die ersten vier Zahlen legen ein Ausschnitt-Rechteck aus dem Quell-Scan fest, die zweiten vier, wohin und in welcher Größe es auf einem neuen Canvas platziert wird. Die linke Hälfte nimmt den Ausschnitt (0, 0, Breite/2, Höhe), die rechte (Breite/2, 0, Breite/2, Höhe). Jede Hälfte wird auf ein eigenes Canvas gezeichnet und wird zu einem neuen Seitenbild.
Das Seiten-Array items[] wird in einem Durchgang verarbeitet: Das eine Doppelseiten-Element wird an Ort und Stelle durch zwei Seiten-Elemente ersetzt. Nichts rendert das ganze Dokument neu — nur Pixel-Zuschnitt — daher wird selbst ein dickes Buch in Sekunden getrennt.
Bekannte Einschränkungen
Der Schnitt ist strikt mittig. Wurde die Doppelseite asymmetrisch gescannt (Rücken außermittig, ungleiche Ränder), werden die Hälften ungleichmäßig. Richten Sie den Ausschnitt vor dem Schnitt mit dem Zuschneiden-Werkzeug aus.
Gekrümmte Buchrücken. Bei dicken Büchern „versinkt" der Text am Rücken und läuft schräg. Ein geometrischer Mittelschnitt behebt das nicht — er teilt das Blatt, er glättet die Seite nicht.
Gerastertes Ergebnis. Seiten werden als Bilder geschnitten, nicht als Vektor-Text. Hatte die Vorlage eine markierbare Textebene, wird sie nach dem Schnitt Teil des Bildes. Um die Textebene zurückzuholen, nutzen Sie das OCR-Bereichswerkzeug auf den betreffenden Seiten.
Speicher bei großen Scans. Ein Buch mit 300+ Doppelseiten bedeutet 600+ Seitenbilder im RAM. Schwache Smartphones können pausieren; auf dem Desktop kaum merklich.
Wenn Sie keine Buchdoppelseite haben, sondern einen Duplexscan aus zwei ADE-Läufen (Vorderseiten separat, Rückseiten separat), ist das eine andere Aufgabe — nutzen Sie dafür das Duplexscan-Werkzeug.
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